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Wir sind zunächst mit versteckter Kamera unterwegs. Testkauf in der Nähe von Koblenz, bei der Supermarktkette REWE. Hier in der Kühltheke wird Kaninchenfleisch angeboten. Preis pro Schlachttier rund 15 Euro. Vor zwei Jahren sah das REWE-Sortiment allerdings etwas anders aus: Mit Slogans wie „REWE bekennt sich zum Tierschutz“ und „REWE nimmt Vorreiterrolle ein“ hat sich der Konzern selbst gefeiert und Kaninchenfleisch aus seinen Regalen verbannt. Selbst die großen Fernsehstationen wie ARD und RTL berichteten damals.
Von allen Tierschutzorganisationen begrüßt, sind zwei Jahre später wenige von den guten Vorsätzen geblieben. Der bunte Aufkleber der GGE-Qualitätsgemeinschaft Kaninchen im REWE Markt zeigt klar an: Dieses Fleisch stammt wohl nicht aus einer Freilandhaltung.
Aber auch in anderen Supermärkten wie Kaufland, EDEKA, famila und Metro finden wir bei unseren Testkäufen Kaninchenfleisch, meist tiefgefroren.
Doch woher das Kaninchenfleisch wirklich stammt, bleibt für den Verbraucher meist im Dunkeln verborgen. Videoaufnahmen, die vor einigen Jahren in Deutschland entstanden, zeigen auf, wie es zugeht in Kaninchenmastbetrieben, unter katastrophalen Bedingungen wird das meiste Fleisch, welches im Handel und auf Wochenmärkten verkauft wird, produziert. Die Industrialisierung hat vor der Kaninchenhaltung nicht Halt gemacht.

