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Dieses Jahr kommt der Oster-Hase nicht

km_v-_nr-030Ostern naht und zu einem gelungenen Osterfest gehören neben bunten Eiern natürlich auch die Kaninchen. Gerade in den nächsten Wochen steht das Fleisch der Tiere auf vielen Speisekarten der bekannten Restaurants, und auch vom heimischen Tisch ist das als besonders zart und fettarm geltende Fleisch nicht mehr wegzudenken. Doch die wenigsten Verbraucher wissen, unter welchen Bedingungen Kaninchen gehalten werden. Mit einem Stall und grünen Wiesen hat dies nämlich gar nichts mehr zu tun. Die Industrialisierung hat vor den Kaninchen nicht Halt gemacht. Großmastbetriebe mit mehr als 1.000 Kaninchen sind dabei keine Seltenheit. So werden die Tiere in Gitterkäfigen gehalten, die an eine Legebatterie für Hühner erinnern. Auf Drahtgitter gehaltene Tiere sorgen für weniger Personaleinsatz, das Futterband läuft automatisch. Die Tiere plagen unbehandelte Entzündungen und Durchfall aufgrund des Mastfutters, blutige Fehlgeburten sind die Regel. Der Einsatz von Medikamenten steht auf der Tagesordnung. Zusammengepfercht in engen Käfigen, kauern Tausende von Kaninchen; Tageslicht, Heu und artgerechte Haltung gibt es nicht, dafür Tierquälerei, soweit das Auge reicht.

Unter deutschen Konsumenten ist das Kaninchenfleisch besonders beliebt. So hat sich der Verzehr von 1995 auf 2008 regelrecht verdoppelt, mehr als 25 Millionen Kaninchen werden jedes Jahr in Deutschland verspeist, Tendenz stark steigend.

Um jetzt vor allem auf die Politik Einfluss zu nehmen – denn es gibt derzeit keine gesetzliche Regelung für die Haltung von Kaninchen –, hat sich das Tierschutzbündnis „Kaninchenmast, nein danke“ zusammengeschlossen. „Ziel der Kampagne soll die Abschaffung der Käfighaltung von Kaninchen sein, Freiland statt Käfig“, so Ingo Schulz, Sprecher des Tierschutzbündnisses, dem derzeit mehr als 50 Tierschutzorganisationen angeschlossen sind.

 

Weitere Informationen sowie Foto‑ und Videomaterial finden Sie hier.

 

Hier finden Sie einen Überblick der Bündnispartner:

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