Die Unterschriften-Aktion des Tierschutzbündnisses „Kaninchenmast, nein danke“ zeigt Erfolge
Auf Drahtgitter gehaltene Tiere sorgen für weniger Personaleinsatz, das Futterband läuft automatisch. Die Tiere plagen unbehandelte Entzündungen und Durchfall aufgrund des Mastfutters, blutige Fehlgeburten sind die Regel. Der Einsatz von Medikamenten steht auf der Tagesordnung.
Nachdem entsprechende Bilder veröffentlicht worden sind, berichten viele TV-Sender über das Thema Kaninchenmast, so auch ARD‑„Report aus Mainz“, der Reporter Edgar Verheyen besuchte den verantwortlichen Mäster, doch der hat nur Ausflüchte. Auf die Frage, warum er das TV-Team nicht in seinen Stall lässt, antwortet er: »Das kann ich nicht machen, das wäre ein großer Fehler. Die ganzen Kaninchenzüchter schlagen mich tot.«
Nachdem Horroraufnahmen an die Öffentlichkeit kamen, wurde der Mäster wegen Tierquälerei angezeigt. Gebracht hat es wenig, nur wenige Monate später wurden erneut unappetitliche Aufnahmen im gleichen Stall aufgenommen. Unter dem Namen „Kaninchenmast, nein danke“ haben sich namhafte Tierschutzorganisationen im Kampf gegen die Kaninchenmast zusammengeschlossen. Dabei gibt das Bündnis einen Blick hinter die Kulissen der brutalen Wirklichkeit der Kaninchenproduktion in der industriellen Massentierhaltung und deckt auf, wie Handelskonzerne und Lobbyisten Tierquälerei hinter einer glänzenden Fassade zu verbergen versuchen.
Die Industrialisierung hat vor der Kaninchenhaltung nicht Halt gemacht. Der Einsatz von Medikamenten steht auf der Tagesordnung. Doch all das interessiert den Mäster vermutlich kaum, interne Papiere belegen: Eine Verlustrate im zweistelligen Prozentbereich ist vollkommen normal. Ein Tier mehr oder weniger, was macht das schon. Besonders grausam: Die empfindlichen Pfoten schneiden sich in das Gitter, schmerzhafte Verletzungen sind somit programmiert. Künstliche Lichtquellen sorgen für einen verlängerten Tagesablauf, dadurch fressen die Tiere mehr von dem Kraftfutter, werden immer dicker, setzen immer mehr Fleisch an, je mehr, desto besser. Zeit ist Geld, das gilt auch im Kaninchenmast-Geschäft.
Bereits mehr als 60 offizielle Partner unterstützen das Bündnis, unterstützen auch Sie unsere Aktion und unterschreiben Sie auf der Unterschriftenliste. „Mehr als 28.000 Unterschriften konnten wir bereits sammeln, das ist ein toller Erfolg, an dieser Stelle möchte ich auch noch mal allen unseren Partnern, Freunden und Unterstützern für ihr Engagement danken“, so Ingo Schulz, Sprecher des Tierschutzbündnisses „Kaninchenmast, nein danke“.
Die Unterschriftenlisten sollen Ende des Jahres dem zuständigen Ministerium überreicht werden. So soll die Politik unter Druck gesetzt werden, damit endlich eine Haltungsverordnung für Mastkaninchen realisiert wird. Kaum vorzustellen, dass es in Deutschland eine solche Verordnung nicht gibt. „Geduldete Quälerei auf Kosten der Tiere nenne ich das“, empört sich Schulz abschließend.
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