Aktion auf der Grünen Woche in Berlin
Einem Aktivisten des Bündnisses „Kaninchenmast, nein danke“ ist es heute gelungen, Ministerin Aigner ganz direkt mit dem Leid der Mastkaninchen zu konfrontieren. Beim Presserundgang der Verbraucherschutzministerin auf der „Internationalen Grünen Woche“ in Berlin gelang es ihm, sich an Presse und Security vorbeizuschmuggeln. Der Aktivist präsentierte Ministerin Aigner einen Banner mit der Aufschrift „Frau Aigner, lassen Sie die Kaninchen frei“.
Eingezwängt in winzige Gitterkäfige, unfähig zu hoppeln oder aufrecht zu stehen, fristen Tausende Mastkaninchen in Deutschland ein elendes Dasein. Konkrete Haltungsvorgaben, die dies verbieten, gibt es bislang nicht. Letztes Jahr hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz einen ersten Entwurf für „Mindestanforderungen an die Haltung von Kaninchen“ vorgelegt. Dieser sieht vor, dass Kaninchen auch weiterhin auf einer Fläche von der Größe eines DIN-A-3-Blatts gehalten werden dürfen. Tageslicht, frische Luft, ungestörtes Hoppeln und Graben, all das, was für Kaninchen ein Grundbedürfnis darstellt, ist nicht vorgesehen. „Dabei hat Frau Aigner im Sommer letzten Jahres angekündigt, die Kaninchen aus dem Käfig zu lassen, aus der Ankündigung ist nichts geworden“ so Stefan Klippstein vom Tierschutzbündnis „Kaninchenmast, nein danke“.
Das Tierschutzbündnis „Kaninchenmast, nein danke“ hält die Mindestvorgaben in der Kaninchenmast für tierschutzwidrig und fordert ein Verbot der Käfighaltung von Mastkaninchen.
Aktion September 2011: Tierschützer sperren Ministerin Ilse Aigner in einen Kaninchenkäfig: „Nicht Tiere, sondern Betrüger gehören hinter Gitter“
Medien-Berichte:
DPA (20.01.2012, 10:06 Uhr)
B.Z. (21.01.2012)
Radio-Bericht (20.01.2012)
Süddeutsche Zeitung (21.01.2012)








